Service

Wer gut informiert ist und sich auskennt, hat eher das Gefühl, alles im Griff zu behalten. Gut, wenn man zudem weiß, wo es zuverlässige Unterstützung gibt. Hier finden Sie die wichtigsten Services, wenn es um die Untersuchungen zur Prostatavorsorge geht. Zum Beispiel die Suche nach einem Urologen in Ihrer Nähe – geben Sie einfach Ihre Postleitzahl ein.

Arztsuche

Die Vorsorgeuntersuchung für Prostatakrebs kann von Urologen, Hausärzten und Internisten durchgeführt werden. Manche Hausärzte und Internisten überweisen aber für diese Untersuchung auch direkt an den Urologen.

Er ist der Facharzt für Erkrankungen der Urogenitalorgane, somit auch der Spezialist für Erkrankungen der Prostata. Die Vorsorgeuntersuchung ist für den Urologen Alltag, d.h., er hat die meiste Erfahrung und weiß bei einem verdächtigen Befund, welche weiteren Untersuchungen und Maßnahmen notwendig sind.

Einen Urologen in Ihrer Nähe finden Sie, wenn Sie hier Ihre Postleitzahl eingeben.

Vorbereitung Arztgespräch

Vorsorgeuntersuchungen werden, gerade wenn sie unterhalb der Gürtellinie stattfinden, von vielen Männern als sehr unangenehm oder peinlich empfunden. Hier spielen die Art der Untersuchung, aber auch Ängste eine Rolle, dass die Beschwerden vielleicht doch nicht so harmlos sind. Die negativen Gedanken lassen sich aufhellen, indem Sie versuchen das Thema weniger emotional, sondern sachlich zu betrachten. Dies gelingt beispielsweise dadurch, dass Sie sich vor Ihrem Untersuchungstermin die Fragen notieren, die Sie von Ihrem Arzt vor der Untersuchung beantwortet haben möchten.

Die Anspannung vor dem Termin kann häufig auch etwas gelockert werden, wenn z.B. Ihre Frau, Partnerin oder ein Angehöriger Sie zum Arztbesuch begleitet. Sie werden dadurch ein wenig abgelenkt und es ist hilfreich, wenn beim nachfolgenden Arztgespräch beide die wichtigen Informationen hören und verstehen. Motto: Vier Ohren hören besser als zwei.

Beispiele für Fragen:
  • Welche Untersuchungsmethoden gibt es und welche kommen für mich infrage?
  • Was lässt sich mit den Untersuchungsmethoden erkennen?
  • Was sind die wissenschaftlich belegten Nutzen, Vor- und Nachteile der Untersuchungsmethoden?
  • Sind Vorbereitungen für die Untersuchung notwendig?
  • Mit welchen Folgen muss ich rechnen, wenn ich diese Untersuchung nicht durchführen lasse?
  • Welche Untersuchungen werden von meiner Krankenkasse erstattet, für welche muss ich die Kosten selbst tragen?
  • Wann erhalte ich meine Untersuchungsergebnisse?
  • Wann sind ggf. weitere Untersuchungen notwendig?

Download-Service

Damit Ihr Besuch beim Urologen so effektiv wie möglich verläuft, ist es sinnvoll sich darauf gut vorzubereiten. Dazu sollten Sie sich eine Liste mit Ihren Fragen an den Arzt zusammenstellen. So stellen Sie sicher, dass nichts vergessen wird.

Mein Vor­sorge­planer

Ab dem 45. Lebensjahr sollte jeder Mann regelmäßig jedes Jahr zur Krebsvorsorgeuntersuchung gehen. Selbst wenn Sie sich gesund und fit fühlen – mit der Vorsorgeuntersuchung können viele Krankheiten frühzeitig entdeckt werden. Früh genug für eine effektive Behandlung, die mitunter das Leben retten kann. Hier finden Sie den Vorsorgeplaner der DGU, der Sie an die wichtigen Termine erinnert.

Glossar – Prostata­erkrankungen von A bis Z

Wie war das noch? Ihr Arzt hatte Ihnen erklärt, was eine benigne Prostatahyperplasie ist. Doch so komplizierte Fachausdrücke schaut man gerne nochmals nach, um sicherzugehen, dass man alles verstanden hat. Dieses Glossar bietet Ihnen Unterstützung und erklärt Ihnen viele Begriffe aus der Urologie so, dass sie jeder verstehen kann.

A B C D E G H I K L M N O P R S T U V Z

A

Adenokarzinom

häufigste Gewebeform des Prostatakarzinoms (PCa)

Anal

zum After/Analbereich gehörend

Analoga

Substanzen, die in ihrer Wirkweise sehr ähnlich sind

Androgene

sind männliche Geschlechtshormone (z. B. Testosteron)

Antiandrogene Substanzen

hemmen die Wirkung von männlichen Geschlechtshormonen

B

Benigne

gutartig

Biopsie

Entnahme von Gewebeproben zur mikroskopischen Untersuchung auf Vorhandensein von Krebszellen. Bei Verdacht auf Prostatakarzinom wird mittels spezieller Nadeln durch den Mastdarm oder Damm unter Ultraschallkontrolle in bestimmte Bereiche der Prostata eingestochen.

Brachytherapie

Sonderform der Strahlentherapie mit in den Tumor implantierten Strahlenkörpern (z. B. 125 Jod), sog. Seeds

C

Chemotherapie

Behandlung mit einem Chemotherapeutikum, das die Vermehrung der Tumorzellen verhindern und eine Verkleinerung des Tumors bewirken soll

Computertomografie (CT)

bildgebendes Verfahren. Die Anfertigung vieler Röntgenbilder mithilfe von Kontrastmitteln ermöglicht die Darstellung des Körpers auf verschiedenen Ebenen.

D

Damm

Bereich zwischen Hodensack und After

Dysurie

unangenehme Empfindungen oder Schmerzen bei der Blasenentleerung

E

Endoskop

optisches Gerät zur Betrachtung des Körperinneren

Erektile Dysfunktion

Bezeichnung für gestörte oder fehlende Erektion. Im letzteren Fall spricht man auch von Impotenz.

Erektion

Versteifung des männlichen Gliedes

Externe Bestrahlung

hohe Strahlendosis, die gezielt auf eine Region im Körper gerichtet wird

G

GnRH

Gonadotropin-releasing Hormon

Grading

Abstufung der Bösartigkeit von Tumorgewebe

H

Hämatospermie

Blut im Sperma

Hämaturie

Beimischung von Blut im Urin

Harninkontinenz

unkontrollierter Harnabgang. Es gibt unterschiedliche Arten und Grade der Harninkontinenz, z. B. Stress- oder Dranginkontinenz.

Hormone

von K.rperdrüsen erzeugte Botenstoffe; Hormone regeln das Zusammenspiel von Zellen oder Organen.

Hypertrophie

auch Hyperplasie genannt; Größenzunahme eines Organs wie z. B. der Prostata

Hypophyse

Hirnanhangdrüse, regelt beim Mann die Samenbildung und die Produktion des männlichen Geschlechtshormons Testosteron.

I

Immunstimulation

therapeutische Maßnahmen, die darauf gerichtet sind, das Immunsystem zu aktivieren, um so die körpereigene Abwehrfunktion zu unterstützen

Impotenz

Auf einer Erektionsschwäche des männliches Glieds beruhendes Unvermögen, den Geschlechtsakt auszuführen

Inkontinenz

unwillkürlicher Harn- oder Stuhlverlust

K

Karzinom

Bösartige Tumorerkrankung, Krebsgeschwulst. Das Prostatakarzinom (Krebsgeschwulst) ist die häufigste bösartige Erkrankung des Mannes.

Kernspintomographie (MRT)

bildgebendes Untersuchungsverfahren, das nicht mit einer Strahlenbelastung verbunden ist. Dabei senden die Wasserstoffatome im Gewebe als Antwort auf ein von außen angelegtes starkes Magnetfeld messbare Signale aus, aus denen ein dreidimensionales Bild errechnet wird.

Kryotherapie

Kältetherapie, Behandlungsart, die beim Prostatakarzinom eingesetzt wird. Mittels einer Kältesonde wird bei Temperaturen bis –200 °C versucht, eine Prostatageschwulst zu zerstören.

L

LH-RH-Analoga

chemische Substanzen, die den Regelkreis der Geschlechtshormone blockieren. Durch LH-RH-Analoga wird die Testosteron-Produktion unterbrochen („chemische Kastration“), das Wachstum des Prostatakarzinoms wird so verhindert.

Lymphom

Schwellung der Lymphknoten

M

Malignom

Bösartige Geschwulst

Metastase

Tochtergeschwülste: Sie entstehen durch Ausbreitung von Krebszellen vom Ursprungsherd zu anderen Körperstellen.

Miktion

natürliche Harnentleerung der Blase. Kommt es zu Störungen der natürlichen Harnentleerung, spricht man von Miktionsstörungen.

N

Nykturie

vermehrtes nächtliches Wasserlassen

O

Onkologie

Lehre von den Geschwulstkrankheiten (Krebs) bzw. deren Therapiemöglichkeiten

Orchiektomie

Kastration, operative Entfernung des Hodens bzw. des hormonproduzierenden Hodengewebes

P

Palpation

rektale Tastuntersuchung durch den Arzt

PCa

siehe Prostastakarzinom

Pollakisurie

häufiges Wasserlassen in kleinen Mengen

Prostata

auch Vorsteherdrüse genannt. Sie liegt direkt unter der Harnblase. Die kastaniengroße Prostata entlässt bei der Ejakulation ein dünnflüssiges, milchiges Sekret in die Harnröhre, das dem Samen beigemischt wird um die Spermienbeweglichkeit zu steigern.

Prostatakarzinom (PCa)

ist eine Behandlungsmethode, bei der die Prostata komplett entfernt wird.

Prostatektomie (radikale)

Behandlungsmethode, bei der die Prostata komplett entfernt wird

Prostatitis

Entzündung der Prostata

PSA

Prostataspezifisches Antigen. Das PSA ist ein Tumormarker, den die Prostata bei Tumorbefall ins Blut absondert. Das PSA gibt dem behandelnden Arzt Hinweise, ob eine Krebserkrankung vorliegt bzw. in welchem Stadium sich die Tumorerkrankung befindet. Auch kann dadurch überprüft werden, ob eine Therapie beim Patienten anschlägt.

R

Rektale Untersuchung

bei der rektalen Untersuchung wird die Prostata vom Rektum (Enddarm) aus untersucht.

Rezidiv

Wiederauftreten der Krankheit, nachdem die Behandlung abgeschlossen war

S

Seeds

(engl. „Samenkörner“) sind kleine, reiskorngroße Nadeln oder Körner, die radioaktiv strahlende Isotope zur lokalen Strahlentherapie enthalten. Sie werden beispielsweise bei PCa im Rahmen einer Strahlentherapie in die Prostata implantiert.

Sonographie

Untersuchung mithilfe von Ultraschall. Durch eine Sonographie können Gewebeveränderungen diagnostiziert werden.

Spermien

reife Samenfäden

Strahlentherapie

medizinische Anwendung von energiereichen Strahlen zur Tumorbehandlung. Das Ziel ist die maximale Schädigung des Tumorgewebes bei gleichzeitiger höchstmöglicher Schonung des umgebenden gesunden Gewebes.

T

Testosteron

männliches Geschlechtshormon, das in den Hoden gebildet wird

Transurethale Prostata-Resektion (TUR-P)

Operationsmethode, bei der mittels einer Elektroschlinge das Postatagewebe von der Harnröhre her entfernt wird

Tumor

jede Art von Geschwulst wird als Tumor bezeichnet. Prinzipiell gibt es gutartige und bösartige Tumoren.

Tumormarker

bestimmte Substanzen im Blut, die bei Krebswachstum vermehrt auftreten. Das Vorhandensein dieser Substanzen ermöglicht Aussagen über Vorliegen, Verlauf oder Prognose von Krebs.

U

Ultraschall

bildgebendes Verfahren, bei dem hochfrequente Schallwellen (Ultraschall) vom Gewebe reflektiert und die Echosignale in ein Bild (Sonogramm) umgewandelt werden. Man spricht auch von Sonografie.

V

Vasektomie

chirurgischer Eingriff, Sterilisation des Mannes durch Unterbindung des Samenleiters

Z

Zytostatika

chemische Substanzen, die die Zellteilung durch unterschiedliche Beeinflussung des Zellstoffwechsels verhindern und so das Tumorwachstum hemmen

Prostatakrebs - vorsorgen - verstehen - handeln